6.2 Einführung

Autor: Yusuf Kuhn - Fr., 13.11.2020 - 13:13

Viele der simplistischen Portraits des Damaszener Theologen Ibn Taymiyya (gest. 728/1328), die heutzutage in Umlauf sind, stellen gravierende Entstellungen seiner Gedanken dar, sowohl im Bereich der Politik als auch im islamischen Denken, insbesondere in Hinsicht auf Sufismus und falsafa (Philosophie). Es wird wahrscheinlich viel Zeit brauchen, um diese Bilder zu berichtigen, besonders unter gewissen islamistischen Gruppen und mittelmäßigen Neo-Orientalisten. Mehrere jüngere Veröffentlichungen haben nichtsdestotrotz bereits den Weg zu einem angemesseneren Verständnis seiner Ideen geebnet;1 und auch Werke wie sein magisteriales Darʾ at-taʿāruḍ2 haben begonnen die Aufmerksamkeit zu erhalten, die sie als Quellen aus erster Hand für die Geschichte der intellektuellen, religiösen und spirituellen Debatten während der klassischen Periode des Islam verdienen.

In früheren Artikeln habe ich eine Reihe von Ibn Taymiyyas Texten vorgestellt, die sich auf Ḥallādsch, die Ikhwān aṣ-Ṣafāʾ, Ibn Sīnā, und Naṣīr ad-Dīn aṭ-Ṭūsī beziehen oder zu diesen Bemerkungen enthalten.3 Und wie steht es mit Abū Ḥāmid al-Ghazālī? Das bemerkenswert umfassende Wissen des Damaszener Theologen über das Werk al-Ghazālīs ist verblüffend; die Titel, die er anführt, gehen über zwei Dutzend hinaus, wie die Erhebung von R. Y. asch-Schāmī aufzeigt.4 Wie eindrucksvoll die Liste von asch-Schāmī auch erscheinen mag, so vermittelt sie für sich allein nicht die ganze Tiefe von Ibn Taymiyyas Auseinandersetzung mit den Werken seines Vorgängers. Asch-Schāmīs Erhebung ist leider nicht erschöpfend; und überdies zeigt sie nicht auf, dass der Damaszener Theologe mitunter lange Auszüge aus einer Reihe von al-Ghazālīs Werken wörtlich zitiert und sie auf verschiedene Weisen kommentiert. Ibn Taymiyyas Kenntnisstand über und Verständnis von Abū Ḥāmids Werk ist viel besser als das von dessen berühmtesten Herausforderern unter den falāsifa, Ibn Ṭufayl und Ibn Ruschd. Es ist deshalb umso erstaunlicher, dass Ibn Taymiyya bei der Forschung al-Ghazālīs nicht öfter Berücksichtigung gefunden hat.5

In einem Konferenzbeitrag, der im Mai 2011 beim Internationalen al-Ghazālī-Symposium in Isparte an der Süleyman Demirel Universität vorgelegt wurde, habe ich mehrere Seiten aus verschiedenen Werken von Ibn Taymiyya übersetzt und untersucht, die sich auf bestimmte Themen beziehen, die in vier bekannten Büchern von al-Ghazālī6 behandelt werden, und Einschätzungen von dessen Denken als Ganzes bieten oder seine Quellen und Einflüsse erörtern.7 Im vorliegenden Text führe ich diese Erkundungen der Ansichten des Damaszener Theologen über Ḥudsch­dschat al-Islām al-Ghazālī weiter, indem die erste Hälfte von Ibn Taymiyyas Werk Bughyat al-murtād (Das Ziel des Erkunders) in den Mittelpunkt gerückt wird.8 Wie in anderen Publikationen ziehe ich es auch hier vor, Ibn Taymiyya für sich selbst sprechen zu lassen.

Laut dem Herausgeber Mūsā ad-Duwaysch hat Ibn Taymiyya den Bughya während seines Aufenthalts in Alexandria zwischen dem 1. Rabīʿ I und dem 2. Schawwāl 709, d.h. zwischen August 1309 und März 1310 geschrieben. Das Werk hat mehrere andere Titel. Ibn Taymiyya selbst nennt es verschiedentlich Widerlegung von Ibn Sabʿīn und den Unionisten, Diskurs gegen die Sabʿīnianer und Widerlegung der Unionisten.9 Ibn Qayyim al-Dschawziyya (gest. 751/1350) bezieht sich darauf unter dem Titel Die alexandrinischen Fragen und ʿAbd al-Hādī (gest. 744/1343) unter dem Titel Die alexandrinischen Fragen bezüglich der Widerlegung der Häretiker und der Unionisten.10 Trotz der herausgeberischen Bemühungen von M. ad-Duwaysch ist der Text fehlerbehaftet und an einigen Stellen problematisch, sodass man sich als Leser verwundert fragt, worauf er wohl zurückgehen könnte: Auf einen von Ibn Taymiyya selbst angefertigten Entwurf oder vielleicht auf Notizen eines seiner Schüler? Dass das Buch von Ibn Taymiyya stammt, steht gleichwohl außer Zweifel. Und es ist von größtem Interesse für die Forschung zu al-Ghazālī, da eine Reihe von Seiten aus Miʿyār,11 Tafriqa,12 Mischkāt13 and Dschawāhir14 darin wiedergegeben und erörtert werden, wobei er sich auch auf die Werke Fuṣūṣ al-Ḥikam von Ibn ʿArabī und Risālat al-Alwāḥ von Ibn Sabʿīn bezieht.15

Die problematische Editionslage des Bughya sollte Forscher und Gelehrte nicht davon abhalten, den Versionen von al-Ghazālīs Schriften, die in seinen langen Zitaten bewahrt wurden, volle Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Die Manuskripte von Miʿyār, Tafriqa, Mischkāt and Dschawāhir, die von Ibn Taymiyya wiedergegeben wurden, gehen vielen Abschriften voraus, die als Quellen für die Editionen dieser vier Bücher im 20. Jahrhundert verwendet wurden. Und der Bughya enthält in der Tat wichtige Varianten oder Berichtigungen. Vier Beispiele sollen hier genügen.

Im Miʿyār, S. 292, Z. 2–3, ist zu lesen: wa-ammā ʿaql al-kull fa-yuṭlaqu ʿalā maʿnayayni, aḥaduhumā. . . – »Was ›den Intellekt des Ganzen‹ betrifft, so wird der [Ausdruck] in zwei Bedeutungen gebraucht; eine davon ist…« In der Version von Bughya, S. 187, Z. 14–15, ist der Text: wa-ammā ʿaql al-kull fa-yuṭlaqu ʿalā maʿnayayni, li-anna l-kulla yuṭlaqu ʿalā maʿnayayni, aḥaduhumā. . . – »Was ›den Intellekt des Ganzen‹ betrifft, so wird der [Ausdruck] in zwei Bedeutungen gebraucht, weil ›das Ganze‹ in zwei Bedeutungen gebraucht wird; eine davon ist…« Es gibt offensichtlich ein homoioteleuton in der modernen Edition16, und Ibn Taymiyyas Version bietet eine bessere Lesart.

Im [Fayṣal] at-tafriqa, S. 135, Z. 3, ist zu lesen: qad athbata qalaman ʿaqliyyan lā ḥissiyyan khayāliyyan wa-ka-dhālika. . . – was S. A. Jackson übersetzt: »affirmiert die Existenz einer noetischen Schreibfeder [oder Hand], nicht einer Schreibfeder [oder Hand], die durch die Sinne (ḥiss) wahrgenommen oder durch die Imagination (khayāl) vorgestellt wird. Wie...«17 In der Version von Bughya, S. 198, Z. 3, ist der Text: qad athbata qalaman ʿaqliyyan lā ḥissiyyan khayāliyyan lā kawniyyan wa-ka-dhālika . . . und die Übersetzung lautet dann: »affirmiert die Existenz einer noetischen Schreibfeder [oder Hand], nicht einer Schreibfeder [oder Hand], die durch die Sinne (ḥiss) wahrgenommen oder durch die Imagination (khayāl) vorgestellt wird, nicht ontologisch. Wie…« Die lectio difficilior von Ibn Taymiyyas Version ist sprachlich eleganter und bereichert den Sinn der Passage. Aus philosophischer Sicht impliziert die doppelte Parallele, die zwischen ʿaql und khayāl einerseits und ḥiss und kawn andererseits gezogen wird, und die Entgegensetzung dieser zwei Dimensionen gegeneinander eine Dichotomie, die eine weitere Untersuchung verdient.

Im Mischkāt, S. 74, Z. 10–11, ist zu lesen: wa-hādhihi ḥamāqāt. Wa-ammā. . . – »Das sind Dummheiten. Was…« In der Version des Bughya, S. 213, Z. 6–9, ist der Text: wa-hādhihi ḥamāqāt. Wa-qad abṭalnā dschamīʿ dhālika fī kitāb »Ildschām al-ʿawāmm« wa-manschaʾ »al-Risāla fī aḥkām az-zaygh wa-ḍ-ḍalāla.« Wa-ammā. . .»Das sind Dummheiten. Wir haben die Nichtigkeit von all dem aufgezeigt in [unserem] Buch ›Abhalten der Massen vom Eintauchen in die Wissenschaft des kalām‹ und am Anfang des ›Sendschreibens über die rechtlichen Bestimmungen der Abweichung und des Irregehens‹. Was…« Hier ist eine Frage für die al-Ghazālī-Spezialisten: Wirkt sich dieser ganze Satz, der sich in Ibn Taymiyyas Version des Mischkāt findet, aber in seiner modernen Edition fehlt, in irgendeiner Weise auf die allgemein anerkannte Chronologie der Werke von al-Ghazālī aus?

Schließlich ist im Dschawāhir, S. 30, Z. 17–31, Z. 1, zu lesen: inna kulla mā yaḥtamiluhu fahmuka, fa-inna l-Qurʾāna yulqīhi ilayka. . . – was L. Bakhtiar übersetzt: »Alles, was möglich ist, dass du es verstehst, ist dir im Qurʾān gegeben…«18 In der Version des Bughya, S. 279, Z. 4, ist der Text: inna kulla mā yaḥtamiluhu fahmuka, fa-inna l-Qurʾāna yulqīhi ilayka. . . und die Übersetzung lautet dann: »Alles, was nicht möglich ist, dass du es verstehst, ist dir im Qurʾān gegeben…« Durch die bloße Hinzufügung der Negation bietet die Version des Dschawāhir, die Ibn Taymiyya zugänglich war, ein Verständnis der Beziehung zwischen Vernunft und Offenbarung, das das genaue Gegenteil desjenigen ist, das in seiner modernen Edition und in der Übersetzung von L. Bakhtiar erscheint.19

Der Grund, weshalb der Damaszener Theologe lange Auszüge aus Miʿyār, Tafriqa, Mischkāt und Dschawāhir im Bughya zitiert, hat freilich mit solchen textuellen Belangen nichts zu tun. Und er entspringt auch nicht einem Wunsch, einen systematischen Kommentar zu diesen Werken von al-Ghazālī zu entwickeln. Der Bughya ist eine Fatwa, und als solche ist ihr Gegenstand grundsätzlich von den Fragen bestimmt, die ihrem Verfasser zur Beantwortung vorgelegt werden. In diesem Fall, wie in der folgenden Einleitung dargelegt, bezieht sich die Frage auf die Authentizität von drei Sprüchen, die dem Propheten zugeschrieben werden, und folglich auf die Gesetzmäßigkeit ihrer Verwendung in religiösen Belangen:Die folgenden Zwischenüberschriften sind von dem Übersetzer aus dem Arabischen, Yahya Michot, hinzugefügt. Die Zahlen in eckigen Klammern, die in die Übersetzungen eingefügt sind, verweisen auf die Paginierung der verwendeten arabischen Editionen.


1Siehe Yahya Michot, Ibn Taymiyya. Against Extremisms. Texts translated, annotated and introduced. With a foreword by Bruce B. Lawrence, Beirut – Paris: Albouraq, Ṣafar 1433/Jan. 2012; Muslims under Non-Muslim Rule. Ibn Taymiyya on fleeing from sin, kinds of emigration, the status of Mardin (domain of peace/war, domain composite), the conditions for challenging power. Texts translated, annotated and presented in relation to six modern readings of the Mardin fatwa. Foreword by J. Piscatori, Oxford – London: Interface Publications, 2006; Ibn Taymiyya’s «New Mardin Fatwa”. Is genetically modified Islam (GMI) carcinogenic?, in: The Muslim World, 101/2, Hartford, April 2011, S. 130–181; L’autorité, l’individu et la communauté face à la Sharīʿa : quelques pensées d’Ibn Taymiyya, in Mélanges de l’Université Saint Joseph 64, Beirut, 2013, S. 261–286; Y. Rapoport & S. Ahmed (Hg.), Ibn Taymiyya and his Times, Karachi: Oxford University Press, 2010; C. Bori, Théologie politique et Islam à propos d’Ibn Taymiyya (m. 728/1328) et du sultanat mamelouk, in: Revue de l’Histoire des Religions, 224/1, Paris, 2007, S. 5–46; J. R. Hoover, Ibn Taymiyya’s Theodicy of Perpetual Optimism, Leiden – Boston: Brill, Islamic Philosophy, Theology and Science. Texts and Studies, 73, 2007.

2Ibn Taymiyya, Darʾ taʿāruḍ al-ʿaql wa-n-naql aw muwāfaqat ṣaḥīḥ al-manqūl li-ṣarīḥ al-maʿqūl, Hg. M. R. Sālim, 11 Bände, Riyadh: Dār al-Kunūz al-Adabiyya, [1399/1979]. Siehe Yahya Michot, Vanités intellectuelles. L’impasse des rationalismes selon le Rejet de la contradiction d’Ibn Taymiyya, in: Oriente Moderno, 19 (80), n. s., Rom, 2000, S. 597–617.

3See Yahya Michot, Ibn Taymiyya’s Commentary on the Creed of al-Ḥallāj, in: A. Shihadeh (Hg.), Sufism and Theology, Edinburgh: Edinburgh University Press, 2007, S. 123–136; Misled and Misleading . . . Yet Central in their Influence: Ibn Taymiyya’s Views on the Ikhwān al-Ṣafā’, in: N. El-Bizri (Hg.), The Ikhwān al-Ṣafāʾ and their Rasāʾil. An Introduction, Oxford: Oxford University Press, 2008, S. 139–179 – Korrigierte Version auf www.muslimphilosophy.com; A Mamlūk Theologian’s Commentary on Avicenna’s Risāla Aḍḥawiyya: Being a Translation of a Part of the Darʾ al-Taʿāruḍ of Ibn Taymiyya, with Introduction, Annotation, and Appendices, in: Journal of Islamic Studies, Part I, 14/2, Oxford, May 2003, S. 149–203; Part II, 14/3, Sept. 2003, S. 309–363; Vizir « hérétique » mais philosophe d’entre les plus éminents: al-Ṭūsī vu par Ibn Taymiyya, in: Farhang, 15–16, Nr. 44–45, Tehran: Institute for Humanities and Cultural Studies, Winter-Spring 2003, S. 195–227; From al-Ma ʾmūn to Ibn Sabʿīn, via Avicenna: Ibn Taymiyya’s Historiography of  Falsafa, in: F. Opwis & D. Reisman (Hg.), Islamic Philosophy, Science, Culture, and Religion. Studies in Honor of Dimitri Gutas, Leiden: Brill, 2012, S. 453–475.

4Rizq Yūsuf asch-Schāmī, Ibn Taymiyya: Maṣādiru-hu wa-manhaju-hu fī taḥlīli-hā, in: Journal of the Institute of Arabic Manuscripts, Bd. 38, Kairo, 1415/1994, S. 183–269, hier S. 244–246. Siehe auch die Transliteration dieser Liste in: Yahya Michot, An Important Reader of al-Ghazālī: Ibn Taymiyya, in: The Muslim World 103, 2013, S. 131-160, hier S. 132.

5Zum Beispiel findet Ibn Taymiyya sehr wenig Erwähnung in: E. L. Ormsby, Theodicy in Islamic Thought. The Dispute over al-Ghazālī’s »Best of All Possible Worlds«, Princeton: Princeton University Press, 1984; und in jüngerer Zeit: K. Garden, Al-Ghazālī’s Contested Revival: Iḥyāʾ ʿUlūm al-Dīn and Its Critics in Khorasan and the Maghrib. Unpublished PhD dissertation, University of Chicago, 2005. Glücklicherweise zeichnen sich jedoch Fortschritte ab.

6Griechische Logik in Mustaṣfā, Philosophie und Kausalität in Iḥyāʾ, Kausalität in Tahāfut, Fürsprache und Prophetentum in Maḍnūn.

7Siehe Yahya Michot, Reader. Weitere Seiten von Ibn Taymiyya über al-Ghazālī sind übersetzt in: Yahya Michot, Textes spirituels d’Ibn Taymiyya (Nouvelle série). XI. Abū Ḥāmid al-Ghazālī & Fakhr al-Dīn al-Rāzī, auf www.muslimphilosophy.com, Juli 2011, S. 1–5.

8Siehe Ibn Taymiyya, Bughyat al-murtād fī r-radd ʿalā l-mutafalsifa wa-l-qarāmiṭa wa-l-bāṭiniyya ahl al-ilḥād min al-qāʾilīn bi-l-ḥulūl wa-l-ittiḥād, Hg. M. B. S. ad-Duwaysch, o.O.: Maktabat al-ʿUlūm wa-l-Ḥikam, 1408/1988, S. 169–531; im Folgenden wird in den Fußnoten als apparatus criticus darauf verwiesen mit: B.

9Siehe jeweils Ibn Taymiyya, Kitāb an-Nubuwwāt, Beirut: Dār al-Fikr, n.d., S. 82; ar-Radd ʿalā Ibn Sabʿīn wa-ahl al-waḥda; ar-Radd alā l-manṭiqiyyīn (Refutation of the Logicians), Hg. ʿA. Ṣ. Sh. D. al-Kutubī, Bombay: Qayyimah Press, 1368/1949, S. 275; al-Kalām ʿalā s-Sabʿīniyya; Madschmūʿ al-fatāwā, Bd. 10, S. 403: ar-Radd ʿalā l-ittiḥādiyya, von M. ad-Duwaysch (Hg.), Bughya, S. 53–54.

10Al-Masāʾil al-Iskandariyya und Masāʾil al-Iskandariyya fī r-radd ʿalā l-malāḥida wa l-ittihādiyya; siehe M. ad-Duwaysch (Hg.), Bughya, S. 55–56.

11Siehe al-Ghazālī, Manṭiq Tahāfut al-falāsifa, al-musammā Miʿyār al-ʿilm. Hg. S. Dunyā, Kairo: Dār al-Maʿārif, 1379/1960.

12Siehe al-Ghazālī, Fayṣal at-tafriqa bayn al-Islām wa-z-zandaqa, in: M. M. Abū l-ʿAlāʾ, al-Quṣūr al-ʿawālī min rasāʾil al-imām al-Ghazālī, Kairo: Maktabat al-Dschandī, 1390/1970, Bd. 1, S. 123–159. Siehe auch die Übersetzung von S. A. Jackson, On the Boundaries of Theological Tolerance in Islam: Abū Ḥāmid al-Ghazālī’s Fayṣal al-Tafriqa Bayna al-Islām wa al-Zandaqa, Karachi: Oxford University Press, Studies in Islamic Philosophy, 2002.

13Siehe al-Ghazālī, Mishkāt al-anwār, Hg. A. ʿA. ʿAfīfī, Kairo: ad-Dār al-Qawmiyya li-ṭ-Ṭibāʿa wa-n-Nashr, 1964/1383. Siehe auch die Übersetzung von W. H. T. Gairdner, Al-Ghazzali’s Mishkat Al-Anwar («The Niche for Lights”). A translation with introduction, Lahore: Sh. Muhammad Ashraf, 1952.

14Siehe al-Ghazālī, Dschawāhir al-Qurʾān, Beirut: Dār al-Āfāq al-Dschadīda, 1393/1973; im Folgenden wird in den Fußnoten als apparatus criticus darauf verwiesen mit: J. Siehe auch die Übersetzung von L. Bakhtiar, Al-Ghazzali: Jewels of the Qur'an, Chicago: Kazi Publications, 2009.

15Eine Konkordanz von Bughya und Miʿyār, Tafriqa, Mischkāt und Dschawāhir findet sich im Anhang. Sie deckt nahezu die Hälfte des Text in M. ad-Duwaysch’s Edition ab (S. 169–327, d.h. 158 Seiten von 362). Zwischen S. 328 und 376 kommt Ibn Taymiyya auf Tafriqa und Mischkāt zurück, bevor er ausführlicher auf Ibn ʿArabī und Ibn Sabʿīn eingeht. Aufgrund des begrenzten Umfangs des vorliegenden Artikels, ist es nicht möglich, diese zusätzlichen Zitate in unsere Konkordanz und Analyse aufzunehmen.

16Idem in der Edition von M. M. Abū l-ʿAlāʾ, Al-Ghazālī, Miʿyār al-ʿilm fī fann al-manṭiq, Kairo: Maktabat al-Dschandī, 1392/1972, S. 259.

17S. A. Jackson, Boundaries, S. 100.

18L. Bakhtiar,  Jewels, S. 39.

19Nachdem ich diesen Artikel fertiggestellt hatte, ließ mir K. Garden freundlicherweise eine Kopie der neuen Edition von Dschawāhir zukommen, veröffentlicht von Kh. M. Kāmil & ʿI. al-Scharqawī, Dschawāhir al-Qurʾān wa-duraruhu li-Ḥudschdschat al-Islām Abī Ḥāmid al-Ghazālī, Kairo: Maktaba Dār al-Kutub wa-l-Wathāʾiq al-Qawmiyya, 1432/2011. Auf S. 90 dieser neuen Edition steht das gleiche yaḥtamiluhu wie in der Beirut-Edition von 1393/1973; es wird aber Ibn Taymiyyas negative Version als eine Variante in einer Fußnote als apparatus criticus angeführt.